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Die Chancen einer Ferbeziehung Antwort schreiben
Ufo schrieb am 19.01.2010 um 20:35 Uhr:
Folgende Ausführungen sind entnommen/angelehnt an Peter Wendl:Gelingende Fern-Beziehung. Entfernt zusammen wachsen bzw. http://www.gelingende-fernbeziehung.de


Lernt das Paar, sich mit den Belastungen der Partnerschaft auf Distanz zu arrangieren und die besonderen entstehenden Freiräume zu nutzen, bietet die Fern-Beziehung eine außergewöhnliche Chance, Partnerschaft intensiv und kreativ zu gestalten und zu erleben.

Wesentliche Belastungen und Chancen bei Fern-Beziehungen sind demnach:

·Der große Anteil an gemeinsamer Lebenszeit, die im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleibt.

·Der eigene Lebensrhythmus schließt oftmals andere (Freunde und Verwandte) sowie Liebgewordenes (Hobby) aus.

·Die Entwicklung unterschiedlicher Lebenswelten zwischen den Paaren – und die Proble-matik, diese Unterschiede, je nach gemeinsamen Zeit-Frequenzen, stets neu als gemein-same Beziehungswelt erringen zu müssen.

·Die außergewöhnliche Chance auf Selbständigkeit und Selbstbewusstsein in der Partnerschaft: Single-Zeiten wechseln sich mit intensiver Verbundenheit ab.

·Die Tatsache, dass gemeinsames Alltagsleben nur in den Zeiten des Wiedersehens gelebt werden kann. Partner können in den getrennten Zeiten kaum unmittelbar mit dem Lebenspartner rechnen.

·Da meist ein Partner deutlich mehr Zeit in der gemeinsamen Wohnung verbringt, wird das Zuhause zunehmend unterschiedlich (meist sogar nicht mehr neutral, sondern positiv oder negativ) empfunden. Es besteht stets die Gefahr, dass ein Partner die gemeinsame Zeit als „Einbruch“ in den eigenen Alltag empfinden könnte („Erleichterung“ wieder allein sein zu können im eigenen Reich). So spielen sich gemeinsame Rituale z. B. einerseits für die gemeinsamen Zeiten, andererseits für die getrennten Zeiten ein. Es besteht aber auch die große Chance der stetigen Verlebendigung und die Möglichkeit, einen „Alltagstrott der Beziehung“ zu verhindern. Das einseitig Eingespielte, Langweilende im Alltagstrott ist immerhin eine der größten Gefahren für viele Beziehungen.

·Die Partner verändern sich während längerer Trennungen („äußerlich und innerlich). Kleinste Veränderungen werden intensiver (positiv wie negativ) wahrgenommen.

Die Auswirkungen dieser Grundlagen auf die Partnerschaft variieren je nach Zustand der Beziehung (Stabilität und Beziehungszufriedenheit der Partner) sowie den Rahmenbedingen der Partnerschaft (Angehörige, Kinder, Belastungen bzw. Unterstützung im privaten und beruflichen Bereich usw.).
Ufo schrieb am 22.01.2010 um 09:58 Uhr:
Ich denke wie du. Ich möchte meine Partnerin in meiner Nähe haben. Für sie da sein und wissen das sie auch für mich da ist. Sicherlich findet man seinen Sellenverwanten auch in der Entfernung. Jedoch sollte es kein Dauerzustand bleien.
Adanielovits schrieb am 03.11.2010 um 20:06 Uhr:
Meine Tochter führt seit einiger Zeit auch eine Fernbeziehung. Er hat sich für 4 Jahre bei der Armee verpflichtet. Für meine Tochter ist es nicht leicht, damit klarzukommen. Dazu kommt, daß er gern flirtet. So haben sie sich seit langem nur gestritten und das hat die Beziehung so sehr belastet, daß sie fast zerbrochen ist. Leider haben die Beiden noch nicht erkannt, daß es auch schön sein kann, wenn man sich nicht jeden Tag auf der Pelle hängt. Jeder hat die Freiheit, die er braucht und am Wochenende können sie dann für den anderen da sein. Hoffentlich kriegen die beiden es noch hin.
Kess schrieb am 04.11.2010 um 12:20 Uhr:
Aber die beiden haben einander.
Poimen schrieb am 12.11.2010 um 15:29 Uhr:
Für manche Paare mag es zeitweilig nötig sein, voneinander getrennt zu leben. Dieser Zustand sollte aber so schnell wie möglich beendet werden.
In der Bibel heißt es: "Sie werden ein Fleisch sein." (Gen.2,24) Da ist nicht von Kinderzeugen die Rede. Im Unterschied zu Gen.1,28, wo von Kinderzeugung, aber nicht von Sex die Rede ist. Gen. 2,24 bezeugt also genau das, was die moderne Humanbiologie sagt, nämlich dass der menschliche Sex sich von der einfachen Prokreation fortentwickelt hat zu einem Mittel menschlicher Bindung, zu dem also, was wir Liebe nennen. Die Aussage von "Humanae vitae", Sex sei untrennbar mit der Zeugung verbunden, ist also theologisch, biologisch und auch statistisch schlicht falsch.
Aus der Liebesqualität des menschlichen Sex folgt aber, dass es nicht gut sein kann, wenn man meint, lieben zu können ohne körperliche Nähe. Das ist ein unnatürlicher - und eben auch im Glauben nicht zu vertretender - Zustand, der so schnell wie möglich in ein normales Miteinander verwandelt werden sollte. Der Glaube fordert nicht Abstinenz, sondern Ausleben der Libido im Dienste der Liebe.
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